Samstag, 29. Oktober 2016

Kampagne von Schweizer Fleisch: Nose to Tail

Fleisch! Ich liebe es und ich könnte nicht ohne. Ich könnte mich auch nicht für ein Lieblingsstück oder Art entscheiden. Das ist auch gut so, denn Fleisch ist so vielfältig und geschmacklich verschieden. Bei der Kampagne «Nose to Tail» von Schweizer Fleisch geht es genau um dieses Thema. Die wichtigste Message dahinter, finde ich, no Food Waste! Also bewusst den Lebensmittelverlusten entgegenwirken, aber auch das Tier wertschätzen als Ganzes. Es gibt so viele Stücke vom Tier die nicht mehr gekocht werden und seit Jahrzehnten aus der Mode gekommen sind.

Ich war vor 2 Wochen zu einem «Nose to Tail»-Gourmeterlebnis eingeladen. Die beiden Chefköche Mirko Buri und Sandro Zinggeler haben uns „vergessene“ Fleischgerichte aufgetischt - natürlich modern interpretiert. Bevor ich euch verrate was es zu essen gab, muss ich euch sagen, dass ich im Restaurant die Hälfte der Speisen wohl nie bestellt hätte. Ich finde diese Kampagne aber richtig und wichtig, deshalb hatte ich mir vorgenommen ALLES zu probieren – und habe es nicht bereut! Also statt Filet und Entrecôte gab es….*Trommelwirbel*….

*** knusprige Schweinebäckchen ***
Dieses Amuse Bouche wurde zum Apéro serviert und war mein Highlight des Abends. Das zarte Schweinefleisch und das knusprige Äussere waren eine richtige Gaumenfreude!

*** Zwerchfellroulade vom Kalb im Speckmantel ***
Wow, Zwerchfell isst man wirklich nicht alle Tage. Ich war so gespannt auf den Geschmack und die Konsistenz! ….und dann doch sehr froh, dass es schlicht und einfach nach richtig gutem Fleisch geschmeckt hat :-) 

*** Tom Kha Gai mit Hühnerschenkel *** by Sandro Zinggeler
Diese thailändische Kokossuppe wird gemäss Sandro bei uns oftmals mit Hühnerbrust zubereitet. Dabei ist der Schenkel saftiger und erst noch preisgünstiger.

*** Rinderherz im Heu gegart *** by Mirko Buri
Okey, vor diesem Gericht hatte ich am meisten Respekt! Ich hätte ohne diesen Event vermutlich nie Herz probiert, aber ich war ja mutig an diesem Abend.. und zu meinem Erstaunen hat das Fleisch wie ein Rinderbraten geschmeckt. Nicht ganz sooo zart, aber geschmacklich sehr vertraut nach Rindfleisch.

*** Ochsenschwanz Pulled Tail Burger *** by Sandro Zinggeler
Auf dieses Gericht habe ich mich sehr gefreut! Ich mag Ochsenschwanz sehr gerne und habe es auch schon mal selber gekocht. Die Idee dieses Fleisch als Pulled Burger umzusetzen fand ich genial und sehr gelungen. Zum Glück durfte ich zwei dieser kleinen Lecker-Schmecker-Dinger essen ;-)

*** Niedergegarter Schweinebauch mit Peperoni Muffin *** by Mirko Buri
Schweinebauch kenne ich aus der asiatischen Küche, deshalb war es nicht neu für mich. Die niedergegarte Methode ist leicht zuhause umzusetzen und somit für jedermann machbar.

Mir ist dieses Prinzip «Nose to Tail» nicht unbekannt. Eines meiner Lieblingsessen, das brasilianische Nationalgericht Feijoada (Bohneneintopf mit Fleisch), enthält auch verschiedenes Fleisch (von Ohren bis Schwänzli). Mein Dampfkochtopf und ich zaubern ab und zu sonntags auch coole Schmorgerichte aus Kalbshaxen, Rinds-oder Schweinevoressen. Vor allem jetzt in der kühlen Herbst- und Winterzeit verbringen viele Leute mehr Zeit zuhause und so kann man diese Zeit auch nützen um andere Fleischsorten zu kochen, die eben etwas zeitaufwändiger sind. In den nächsten Wochen werde ich eines meiner «Nose to Tail» Rezepte für euch hier auf dem Blog posten.

Auf der Seite von Schweizer Fleisch erfährt ihr alles weitere zu der Kampagne. Dort findet ihr auch die Broschüre «Nose to Tail» mit zwei Rezepten von Sandro Zinggeler (Pulled Tail Burger) und Mirko Buri (gegarter Schweinebauch). 

links: Sandro Zinggeler, recht: Mirko Buri

Wie seht ihr das? Seid ihr offen für (euch) unbekannten Fleischstücken? Oder lebt ihr das Prinzip «Nose to Tail»  schon in der Küche? Eure Meinung würde mich sehr interessieren. 

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