Sonntag, 13. September 2015

Nektarinen-Schoko-Tiramisu

Ich weiss nicht ob es euch genauso geht, aber für Männer ein passendes Geschenk zu finden ich echt schwer. Für Frauen muss ich mir nie lange überlegen was schenken, ich finde immer was Treffendes. Okey…, wenn ich meine männlichen Kollegen im Büro frage, behaupten sie genau das Gegenteil :-) 

Jedenfalls wollte ich kürzlich einem lieben Freund was zum Geburtstag geben und stand wieder vor der schwierigen Frage: was kann ich ihm bloss schenken?! Dann kam mir die passende Idee: etwas selbst Gebackenes!
Ich muss ganz unbescheiden zugeben, dass ich meine eigenen Tiramisus liebe! Deshalb bestelle ich das nie auswärts, denn ich finde sie immer schlechter als meine – sry :-) Darum wollte ich dem Geburtstagskind mein Nektarinen-Tiramisu mit Schokokuchen zubereiten. Auf die Idee Löffelbiskuits durch Schokokuchen zu ersetzen kam ich vor Jahren durch ein Rezept von Lindt. Ich halte mich selten 1:1 an Rezepte, da ich gerne experimentiere. Ich mag fruchtige Desserts lieber als so mastig, schwere Dinger. Deshalb mag ich die verschiedensten Früchte in Tiramisus.
Zuerst backt ihr den Schokokuchen, da er ja noch abkühlen muss bevor ihr ihn mit der Creme schichtet. Die Zutaten entnehmt ihr dem Rezept von Lindt (Link oben). 

Da ich dieses Tiramisu heute ein Geschenk ist, habe ich es in eine Einweg Aluform gefüllt (super zum Transportieren) und eine Widmung auf der weissen Oberfläche geschrieben (was hier durch das Geschenkband absichtlich verdeckt wurde ;-D). Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt! Da ich nicht so bastel-versiert bin, ist es etwas schlicht ausgefallen. Ich kann euch aber versichern, das Geburtstagskind hatte ne riesen Freude! ….und ich auch, denn das war ein gelungenes Geschenk! 




Um das Nektarinen-Schoko-Tiramisu für 6 Personen nachzubacken braucht ihr für die Creme und den Nektarinen-Kompott:

500g Mascarpone

4 frische (Bio-)Eier

6 EL Zucker
1 – 1 ½ kg Nektarinen (je nachdem wie fruchtig ihr es wollt)
1 Vanilleschote
Amaretto oder ein Orangenlikör
Schokolade für die Deko



Dann schneidet ihr die Nektarinen in Stücke oder Scheiben (nur nicht zu viel Aufwand, denn sie zerfallen sowieso beim Kochen) und gebt sie in eine Pfanne mit einer Vanilleschote (in der Mitte aufschneiden und die Samen rauskratzen und ebenfalls in die Pfanne geben). Nun mit etwas  Amaretto, Orangenlikör oder Wasser und wenig Zucker zugedeckt auf mittlerer Hitze zum köcheln bringen. Die Flüssigkeit und der Saft der Früchte verbinden sich zu einem schönen Sirup, mit dem nachher der Schokokuchen getränkt wird. Macht einen Geschmackstest und falls die Früchte zu sauer sind, gebt ihr etwas mehr Zucker dazu. Beachtet, dass die Creme und der Schokokuchen ebenfalls süss sind, deshalb ist ein bisschen Säure sehr willkommen. Sobald die Nektarinen weich gekocht sind, die Flüssigkeit (Sirup) absieben und alles beiseite stellen zum Abkühlen.






Für die Creme müsst ihr die Eier trennen, das Eiweiss zu Schnee schlagen (mit einer Prise Salz) und das Eigelb mit dem Zucker einige Minuten zu einer schaumigen, hellen Masse rühren. Danach Mascarpone zu der Eigelb-Zuckermischung geben und mit dem Schneebesen darunter rühren bis eine homogene Masse entsteht. Dann den Eischnee vorsichtig unterheben, damit die Masse schön luftig leicht bleibt. Ich gebe immer noch einen Esslöffel Orangensaft, oder etwas geriebene Orangenschale dazu – macht das ganze etwas frischer.

Wenn alle Komponenten abgekühlt sind, könnt ihr euch ans Beschichten machen.

Schneidet den Schokokuchen mit einem langen Messer in dünne Lagen, mischt den Sirup mit Amaretto oder Orangenlikör (für die alkoholfreie Variante so lassen wie er ist) und sucht ein paar schöne Stücke Nekarinen für die Deko raus.


Nun den Boden einer Form mit einer Lage Schokokuchen auslegen, mit dem Sirup tränken, Nektarinen darauf legen und die Creme darauf verteilen. Diesen Vorgang wiederholt ihr noch 1-2 Mal bis die Form aufgefüllt ist.

Ich dekoriere Tiramisu lieber mit Schokoraspeln oder –Stücke, als mit Kakaopulver. Gebt noch die beiseite gelegten Nekarinenstücke darauf, damit die Leute auch sehen, was in diesem Dessert verarbeiten wurde.








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